21 Tage Raus aus der Lustfalle Food Plan [Review]

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Today's post will be a German post for once. That is because i was sent an electronic copy of a 21 Day Food Plan consisting of 79 pages of vegan, mostly gluten-free low-fat, whole food, plant-based recipes that i will review here and now.

Also, dieser Post ist ein Bericht* über den 21 Tage Raus aus der Lustfalle Food Plan, erstellt und veröffentlicht von Silke Rosenbusch, die den medizinisch-anekdotischen Blog Rohe Lust führt, den ich seit einigen Jahren schon verfolge, da mich vor allem die Erklärung der ganzen medizinischen Zusammenhänge, Fakten über B12 zum Beispiel, sehr interessieren und Silke sie schön anschaulich und nachvollziehbar darstellt.

Der Food Plan enthält 5 Frühstücke, 42 Hauptgerichte und auch 2 Kuchenrezepte für Tage, an denen man sich gezwungen sieht in der Gesellschaft mit zu essen und sich anzupassen, die jedoch nicht für jeden Tag gedacht sind. Alle Gerichte sind glutenfrei, ohne zusätzliches Fett, ohne jeglichen Zucker und ohne tierische Produkte.


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Die Umstellung

Die Umstellung von meiner normalen Ernährung zur Challenge war zwar keine 180-Grad-Wendung wie vielleicht für viele andere (unter anderem auch für meinen Freund), da ich mich ohnehin seit einigen Jahren vegan und bis auf Haferflocken und gelegentlich Dinkel glutenfrei ernähre. Ich esse zudem meist sehr simpel, basierend auf Kartoffeln, Möhren, Süßkartoffeln, Reis, Hirse, Mais, Haferflocken und dazu eine Menge Gemüse und Obst. Mein großer Schwachpunkt ist allerdings das Süßzeug. Vor allem Schokolade und selbstgemachtes Gebäck. Da kann ich wahnsinnig schlecht nein zu sagen, da ich ein ziemliches Zuckermäulchen bin, und da kam mir die Challenge als Anlass zu einem "Zuckerentzug" sehr gelegen.

Vor einigen Monaten habe ich schon einmal inoffiziell bei der Challenge mitgemacht, und auch mein Freund wollte mitmachen, ist dann aber letztendlich daran gescheitert, dass er nicht wusste, was er in seiner Mittagspause und unterwegs essen sollte, da er auf der Arbeit und bei Freunden immerzu von Süßigkeiten und anderen "Versuchungen" umgeben ist. 

Als ich ihm von Silkes 21 Tage Food Plan erzählt habe und dass ich den Plan ausprobieren möchte, wollte mein Freund es gern mitmachen und es mit der Hilfe von Rezepten noch einmal ausprobieren (dazu muss man sagen: er ist eigentlich ein absoluter Süßigkeiten- und Bier-Liebhaber und weder Veganer noch Vegetarier! Zu seiner Entscheidung meinte er: "Jetzt is die richtige Zeit bevor Weihnachten kommt ;) wollte ja eh vom Zucker runter" - ganz schön toll, was?), also haben wir am Montagabend, den 19. Oktober, mit der Challenge begonnen und inzwischen einige der Rezepte selbst nachgekocht:

- Maisporridge mit Pfirsichen
- Cremiger Frühstücksreis mit Erdbeeren und Vanille
- Orientalisches Hirse-Mango-Frühstück
- Sheera 

- Gefüllte Zucchini
- Orientalische Curry-Kichererbsen-Süßkartoffel-Suppe
- Gemischter Salat mit Linsentofu und Reis
- Kartoffel-Zucchini-Puffer mit Kichererbsen, Salat und fettfreier Käsesauce
- Kürbis-Linsen-Eintopf
- Spinatauflauf mit Reis und Pilzen
- Linsensalat mit Brokkoli und Kichererbsenfeta an Reisnudeln
- Gemüse-Chili mit Maisbrot
- Rote Beete-Orangen-Salat mit Möhrenpommes und Maisbrot
- Kartoffel-Lauch-Gratin
- Gemüse Lo Mein
- Kartoffel-Blumenkohl-Curry mit roten Linsen
- Kichererbsenklopse mit Gemüse
- Zucchini Mexicana
- Jamaikanisches Stir-Fry
- Süßkartoffel-Linsen-Chili
- Reispenne mit Linsenbolognese
- Polenta Pizza
- Brokkolicremesuppe mit indischem Fladenbrot
- Sommerlicher Kartoffelsalat mit Dill und Kapern
- Sommerlicher Pastasalat mit weißen Bohnen und Tomaten 
- Kartoffel-Spinat-Burger und Salat mit Asian-Fusion-Dressing 
- Gemüsepfanne mit Koriander
- Apfelrotkohl mit Kartoffeln und Linsen 
- Zucchinimuffins mit Gartensalat
- Orientalisches Gemüse mit Kichererbsen und Quinoa
- Kichererbsenwrap mit Salat und Reis
- Süßer Rotkohlsalat mit Reis und Linsen
- Antipasti-Salat mit roten Linsen 
- Falafel mit Reis und Salat
- Hirsotto
- Sommerröllchen mit Kichererbsen und Kartoffeln in Teryaki-Sauce
- Kichererbsenwrap mit Salat und Reis
- Erbsensuppe
- Reispasta mit getrockneten Tomaten und Pilzen
- Penne mit Gemüse und weißer Sauce

- Blaubeerpfannkuchen 
- Carob-Brownies

Die Liste wird laufend aktualisiert!

Die Rezepte

Wir haben nicht alle Rezepte, die der Food Plan enthält, in der Zeit machen können, da wir meistens so gekocht haben, dass wir beide jeweils fürs Abendessen und fürs Mittag am nächsten Tag Essen hatten. Das spart Zeit und man muss nicht dreimal am Tag überlegen, was man kochen will.

Das Frühstück war unter der Woche eigentlich immer das gleiche: Porridge. Also zarte Haferflocken mit Chiasamen und Obst mit aufgekochtem Wasser für meinen Freund, und für mich warmer Porridge, meist gekocht mit Wasser und einer zerdrückten Banane, in verschiedensten Variationen. Mal mit Gerstengraspulver, mal mit einem Beutel Chai-Tee, mal als Zoats (Zucchini Porridge), mal mit Chia-Samen, mal mit selbstgemachter Schokosoße (frische Datteln, Wasser, Kakaopulver), mal mit frischen Früchten... je nachdem, wonach mir gerade war und was wir im Haus hatten. 

"Was wir im Haus hatten" ist ohnehin unser Motto beim Essenkochen gewesen. Das heißt, manchmal haben wir Teile von Silkes Rezepten etwas abgewandelt, zB Rucola statt Eisbergsalat, 100g weniger rote Linsen und dafür 100g Kartoffeln bei dem Eintopf, Kichererbsen statt weißen Bohnen, Zwiebel statt Knoblauch, TK-Spinat statt frischem, Lauch statt Sellerie, Zucchini statt Sellerie (ich hasse Sellerie), Tomate statt Paprika, Kidneybohnen statt Pilzen etc... Solange es challengetauglich ist, sollte man sich die Freiheit nehmen, flexibel und ökonomisch zu sein!

Hier sind ein paar Fotos von den nachgekochten Gerichten: 

Sheera
Cremiger Frühstücksreis mit Winterfrüchten und Vanille
Maisporridge mit Winterfrüchten
Orientalisches Hirse-Mango-Frühstück
Süßkartoffel-Linsen-Chili // Orientalische Curry-Kichererbsen-Süßkartoffel-Suppe vom Vortag mit Basmati-Reis
Linsentofu // Gemischter Salat mit Linsentofu und Basmati-Reis
Kartoffel-Zucchini-Puffer // Puffer mit Kichererbsen, Salat und fettfreier Käsesauce
Kürbis-Linsen-Eintopf // selbiger am nächsten Tag zum Mittag
Auflauf mit Reis // Rote Beete-Orangen-Salat mit Möhrenpommes und Maisbrot
Kichererbsenfeta // Linsensalat mit Brokkoli und Kichererbesenfeta an Reisnudeln
Gemüse-Chili mit Maisbrot
Kartoffel-Lauch-Gratin
Gemüse Lo Mein
Kichererbsenklopse mit Gemüse // Kartoffel-Blumenkohl-Curry mit roten Linsen
Zucchini Mexicana auf Basmati-Reis // Jamaikanisches Stir-Fry auf Basmati-Reis
Gefüllte Zucchini // Reispasta mit Linsenbolognese
Brokkolicremesuppe mit indischem Fladenbrot (aus selbstgemahlenem Reis- & Kichererbsen-Mehl)
Polenta Pizza // Warmer Kartoffelsalat mit sauren Gurken und Kapern
Pastasalat mit Kichererbsen und Tomate // Apfelrotkohl mit Kartoffeln und Linsen
Gemüsepfanne mit Koriander und Basmati-Reis // Kartoffel-Spinat-Burger und Salat
Zucchinimuffins mit Gartensalat
Kichererbsenwraps mit Salat und Reis // Orientalisches Gemüse mit Kichererbsen und Quinoa
Warmer süßer Rotkohlsalat mit Reis und Linsen // Falafel mit Reis und Salat
Hirsotto // Antipasti-Salat mit roten Linsen
Sommerröllchen mit Kichererbsen und Kartoffeln // Kichererbsenwrap mit Salat und Reis
Orientalisches Gemüse mit Kichererbsen und Quinoa // Erbsensuppe
Reispasta mit getrockneten Tomaten und Pilzen // Pasta mit Gemüse und weißer Sauce
Carob-Brownies
Blaubeerpfannkuchen (Buchweizen-Hafer-Teig)

Und an den Wochenenden gab's dann auch mal etwas zum Naschen, wie diese Blaubeerpfannkuchen hier oben. Ich hab ehrlich gesagt noch nie vorher gebackene/gebratene Blaubeeren gegessen, die werden ja total süß! Und das Fruchtfleisch wird rot und flüssig. Super lecker. Was die Konsistenz dieser Pfannkuchen betrifft, bevorzuge ich allerdings mein eigenes challengetaugliches Pfannkuchenrezept, das nicht so empfindlich und krumpelig ist wie die im Food Plan. Allerdings werde ich bei meinem Rezept wohl die Hälfte der gemahlenen Haferflocken beim nächsten Mal durch gemahlenen Buchweizen verwenden, wie ich es bei diesem Versuch gemacht habe.

Fazit

Alles in allem hat es sehr gut funktioniert. Vor allem mein Heißhunger auf Süßes hat sich gelegt, aber auch meine Hemmungen, spät am Abend zu essen, haben sich gelegt. Bei dem Challenge-Essen war es mir, da es so leicht und leicht verdaulich ist, tatsächlich komplett egal, wann und wie viel ich davon gegessen hab - je nach Hunger! Ich hab nie gezählt oder auf die Uhr geguckt, das hat sich sehr gut angefühlt. Eine Erleichterung war außerdem, dass ich nicht so oft darüber nachdenken musste, was ich als nächstes esse, da ich a) einfach den Rezepten von Silke folgen konnte ohne groß zu überlegen, und b) generell viel satter und zufriedener war und nicht das Gefühl hatte, andauernd auf irgendetwas "Hunger" zu haben, was meistens eben so etwas wie Nüsse oder Schokolade war. 

Ich kann nur empfehlen, immer gleich für 2 Mahlzeiten zu kochen. Denn der Food Plan ist zwar total super und hat mir mit den zahlreichen Rezepten geholfen, challengetauglich zu essen und mir nicht den Kopf darüber zu zerbrechen, wie ich Abwechslung in meine Mahlzeiten bekomme - aber dreimal am Tag Essen zubereiten ist mir persönlich zu viel, und man spart sowohl finanziell als zeitlich einiges, wenn man einfach die Zutaten verdoppelt und gleich fürs Mittag am nächsten Tag mitkocht! Zwischen dem Abendessen und dem nächsten Mittag liegt ja eh genug Zeit, dass man nicht das Gefühl hat, andauernd dasselbe zu essen.

Mein Freund und ich haben es immer so gehalten, dass wir uns für 3-4 Tage die Rezepte rausgesucht haben und dann 1-2 Mal die Woche groß einkaufen waren, um alle Grundzutaten (Kartoffeln, Linsen, Erbsen, Gemüse etc) da zu haben. Mein Freund ist auch sehr dafür, dass wir das mit dem Für-2-Mahlzeiten-Kochen auch nach der Challenge beibehalten und dass wir dann immer gemeinsam möglichst challengetaugliche Mahlzeiten, Variatonen vom Food Plan und unsere eigenen Kreationen, zusammen kochen :)

Am besten geschmeckt
Kürbis-Linsen-Eintopf, Zucchinimuffins, Gemüse-Chili mit Maisbrot (vor allem das Maisbrot, super lecker), Jamaikanisches Stir-Fry, Kichererbsenklopse, Kartoffel-Zucchini-Puffer.

Am wenigsten geschmeckt:
Die Carob-Brownies, leider, leider.
Ich hatte sie mir schön saftig und lecker vorgestellt, und saftig waren sie auch, aber lecker leider gar nicht. Das liegt allerdings unter anderem auch daran, dass ich ums Verderben keine superreife Banane auftreiben konnte, sondern nur eine "normal reife", also noch gelbe, nehmen musste. Aber ich glaube, auch die hätte nicht viel retten können. Falls ich die nochmal mache, werde ich mehr süße Bananen und einige frische Datteln dazugeben, dann könnte es ganz gut schmecken. Auch hier bevorzuge ich meine eigenen challengetauglichen Rezepte für Kichererbsen-Brownies, Kidneybohnen-Brownies oder Kidney-Fudge-Brownies (nur die ein oder andere Zutat wie Xylitol oder Stevia müsste weggelassen oder durch Banane o. Dattel ersetzt werden).

Ich freu mich schon auf die Rezepte, die noch kommen! Die Fotos werden natürlich immer wieder aktualisiert, wenn wir neue Gerichte nachgekocht haben.

Das einzige, was ich mich jetzt frage, ist: Warum nur 21 Tage? Dass die Ernährungsumstellung die Form einer Challenge hat, verstehe ich, denn sie verhilft einem zur nötigen Disziplin, die man am Anfang braucht. Aber auch Silke selbst isst nach der Challenge wieder nicht-challengetaugliche Gerichte, und ich habe eigentlich vor, die Ernährungsweise beizubehalten - natürlich mit Ausnahmen wie zum Beispiel diesen Sonntag, wo ich Afrikanisch-vegan essen gehe und wo im Curry garantiert Kokosmilch oder anderes Fett enthalten sein wird. Solche Ausnahmen darf und muss es natürlich geben. Aber warum die fettarme, zuckerfreie Challenge nach 21 Tagen aufhören? Warum nicht, bis auf die gelegentlichen Ausnahmen, einfach damit weitermachen? 


*Das Produkt wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Hiermit bedanke ich mich nochmals recht herzlich bei Silke für ihr Angebot! Der Bericht entspricht meiner ehrlichen Meinung und Erfahrung mit dem Produkt.

Have a yummy day!



Maisy



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